Als Gemeinde Energie unabhängig werden

Hans-Josef Fell, Sprecher der Energy Watch Group, hielt am Montag, 03.02.2020 eine zum Teil beängstigenden Vortrag über die Zukunft unseres Planeten, wenn wir so weiter machen wie bisher.

Das größte Problem sei, dass in der Politik immer nur von Emissionsreduktion die Rede ist. Denn unsere Atmosphäre ist schon voll mit schädlichen Emissionen, d.h. in ein Glas mit vollem Wasser kann man auch kein neues Wasser hinzugeben, und das sollte man hier auch nicht tun.

Deswegen kann es nur heißen: Keine neuen Emissionen produzieren und die vorhandenen abbauen.

Um z.B. CO2 abzubauen müssen wir unserer Bäume, Sträucher, etc. schützen und weitere anbauen. Hier vor Ort können wir als Einzelpersonen, als Gemeinde und zusammen mit Landkreis und Stadt Würzburg einiges tun, um 0% Emissionen Wirklichkeit werden zu lassen. 

Als Einzelperson können Sie folgendes tun:

  • regionale, ökologische produzierte Lebensmittel kaufen
  • Fleisch, Wurst, u.ä. nur kaufen, wenn die Tiere artgerecht gehalten werden
  • Den Garten, Balkon, Terrasse, usw. mit bienenfreundlichen Pflanzen begrünen
  • Bei Ersatz der alten Öl- oder Gasheizung emissionsarme Varianten wählen, bei einem Neubau sowieso
  • Photovoltaikanlagen auf dem Dach installieren
  • Strom bei Ökostormanbietern beziehen, z.B. Stadtwerk Haßfurt, Greenpeace
  • Plastikverpackungen so gut wie möglich vermeiden.

Der Landkreis Würzburg kann laut Karen Heußner, unserer Landratskandidatin, dazu beitragen, dass es leichter fällt, das Auto stehen zu lassen. Eine gute Taktung und ein einfaches und günstiges Tarifsystem machen den ÖPNV zu einer attraktiven Alternative. Und auch im Hinblick auf Fuhrpark und Liegenschaften kann der Landkreis mit der Abkehr von fossilen Verbrennungstechniken als Vorbild vorangehen.

Der Höchberger Bürgermeisterkandidat Sven Winzenhörlein stellte – schon vor dem Vortrag von Herrn Fell – das Wahlprogramm vor, indem sich viele Punkte von Herrn Fell wiederspiegeln:

  • KLimamanager einstellen. Dieser unterstützt Bürgern durch Beratung zu emissionsarmen Heizungen, Photovoltaikanlagen, etc.
  • Ausgleichsflächen pflegen, denn auch unsere Bäume – gerade die jungen – müssen bei so heißen Sommern – gegossen werden.
  • öffentliche Gebäude mit Photovoltaik ausstatten, z.B. beim neuen Bauhof
  • bei Heizungstausch von Öl oder Erdgas auf emissionsarme Varianten umstellen
  • Fair-Trade Gemeinde werden 

Zusammen mit der Stadt Würzburg ist es möglich unseren Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien herzustellen.

Das beste Beispiel dafür finden wir fast vor unserer Haustür: das Stadtwerk Haßfurt, das wir Grüne Ende Januar besucht haben. Hier ist gelungen seit 01.01.2020 zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien für 17.000 Einwohner zu produzieren. Dies gelingt mit einer Kombination aus Photovoltaik, Windkraft, Blockheizkraftwerk, Power to Gas, Bioheizkraftwerk und einer Biogasanlage. Diesem Beispiel müssen wir folgen. 

Wir freuen uns, dass die Veranstaltung so gut besucht war und hoffen, dass Herr Fell viele Unsicherheiten beiseite räumen konnte, indem er uns viele neue Ideen aufzeigte, wie der Klimawandel verlangsamt werden kann.

Hier vor Ort und ohne dass man auf die EU oder die Bundespolitik warten muss.

von links nach rechts: Patrick Friedl, MdL, Stefanie Finster, Kandidatin für Kreistag und Gemeinderat Höchberg, Walter Feineis, Gemeinderat in Höchberg, Sven Winzenhörlein, Bürgermeisterkandidat für Höchberg, Karen Heußner, Landratskandidatin, Antje Boyks, Bürgermeisterkandidatin für Kirchheim, Hans-Josef Fell

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